LOADING

Ein Bild ist im schönsten Fall das Festhalten einer Erzählung.

Annemones Art und Weise zu arbeiten ist stark geprägt durch den Einfluss ihrer Ausbildung in der analogen Photographie und durch ihre Sehnsucht zu erzählen. Das Konzept ihrer Arbeit mit Menschen wird dadurch gestaltet, dass sie sowohl ihren Gegenüber als auch die gegebene Situation annimmt. Es soll ein offener Raum geschaffen werden, der so bedingungslos wie möglich ist. „Nur so können wir uns aufeinander einlassen, Intimität kann entstehen und auf dem Bild erzählt werden. Hier hat Schnelllebigkeit und Beschleunigung keinen Platz.“

Für ihre Shootings nimmt sie sich einen Tag Zeit, solange natürliche Lichtverhältnisse das Arbeiten zulassen und kein künstliches Licht eingesetzt werden muss. Die Kriterien für das Gelingen eines Bildes sind nicht Gedanken zu Schönheit, sondern Annemones eigene Vorstellung von Ästhetik. Dieser Grundgedanke untersagt die Optimierung des Menschen durch Retusche und Photoshop und bietet somit mehr Raum für den Ausdruck einer Geschichte im oder hinter dem Bild. Ihre Liebe zur Photographie gilt in erster Linie den Portraitierten und deren Geschichten, als auch ihrer ausgeprägte Beziehung zur Musik und Bühne.